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Montag, 4. Januar 2010

PrimaCom Internet verteilen mit Knoppix

Wenn Sie einen PrimaCom-Anschluss besitzen und das hier lesen, werden sie vermutlich bemerkt haben, dass im Windows für die LAN Verbindung keine Internetverbindungsfreigabe möglich ist. Das liegt möglicherweise daran, dass das PrimaCom-Gerät sich einmalig den erstbesten Rechner sucht, und ihm eine dynamische, externe IP zuweist. Über diese wird dann kommuniziert. Es ist eben ein "Cable-Modem", das via Ethernet funktioniert, zum Leidwesen aller Windows-User, die nur eine Netzwerkkarte haben - oder grad keinen Hardware-Router zur Hand. Aber es gibt ja zum Glück noch andere Systeme. Mit Knoppix lässt sich alles ordentlich dahin routen wo es hin soll.

Wir wollen:
  • Beliebig viele PCs online haben
  • Ohne Hardware-Router
  • Mit nur einer Netzwerkkarte pro PC
Was man dafür braucht:
  • Einen Hub oder Switch
  • Einen Rechner auf dem Knoppix dann laufen wird (oder ein anderes Linux)
Letzteres sollte idealerweise das Gerät sein, auf das das Modem standardmäßig anspricht. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte eventuell ein Modem-Reset von Nöten sein, was ich allerdings nicht ausprobiert habe.

So sieht die Konfiguration dann aus:
|---------|        ________        _____________
| Knoppix |_______| Switch | _| PrimaCom |
| PC | #-oooo-o-# / | Cable-Modem |
|---------| || \____/ #-------------#
||
|---------| || |---------|
| Anderer |_________||____________| Anderer |
| PC 1 | | PC 2 |
|---------| |---------|
Wenn kein Crosskabel vorhanden ist, kommt das Modem an den Uplink-Port des Switches (die sind meistens extra gekennzeichnet). Wenn der PC mit Knoppix startet, müssten die Netzwerkeinstellungen für's Internet schon korrekt sein.

Unter Knoppix dann folgendes (mit sudo davor, wenn es Probleme mit den Berechtigungen gibt):

  • ifconfig eth0:1 192.168.0.1 netmask 255.255.255.0 up
  • sysctl net.ipv4.ip_forward=1
  • iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE
Nun gibt es für die anderen Geräte zwei Möglichkeiten:

A) Manuelle Konfiguration
B) Automatische Konfiguration

A geht mit Linux so:

  • ifconfig eth0 192.168.0.2 netmask 255.255.255.0 up
  • route add default gw 192.168.0.1
  • echo "nameserver 8.8.8.8" >> /etc/resolv.conf

Und für Windows:

  • IP-Adresse: 192.168.0.2
  • Subnetzmaske: 255.255.255.0
  • Standardgateway: 192.168.0.1
  • DNS: 8.8.8.8
Natürlich brauch der nächste Rechner dann 192.168.0.3 usw.

Für Möglichkeit B muss ein DHCP Server auf dem Knoppix Rechner eingerichtet werden.

Das Cable-Modem ist ansich nicht schlecht. Vor allem mag ich den dicken, großen Knopf zum An- und Ausschalten. Es bietet zwar einen DHCP Server, aber keine Routing Funktionalität. Warum man nun scheinbar ausschließlich durch einen Reset des Modems den Zielrechner ändern kann... tja. Als langfristige Lösung bietet sich am Besten ein wLan Hardware-Router an.

Freitag, 8. Mai 2009

Encryption

Privatsphäre in Deutschland wird mit jeden Tag ein wenig mehr dezimiert; im Austausch dafür gibt es mehr Zensur und Kontrolle. Deshalb bitte ich jeden der das liest: Verschlüsselt Eure Kommunikationswege. Umso mehr davon, desto besser. Denn alles was mühsam entschlüsselt werden muss (wenn sie überhaupt dazu fähig sind, was ich sehr stark bezweifle) erschwert ihnen die Suche nach wirklich relevanten Informationen. Ich habe bisher mindestens drei Leute erfolgreich überzeugen können, wenigstens einen Teil ihrer Online-Kommunikation zu chiffrieren. Vergesst nicht, dass heutzutage nicht nur nichts gelöscht wird, sondern, dass fast immer noch alles unverschlüsselt übertragen wird; insbesondere der Messengerkram. Bei der derzeitigen, politischen Lage ist es nur eine Frage der Zeit bis in unserem Überwachungsstaat Deutschland der Traffic ganz und gar über das Netz des BKA geroutet wird.

"Hütet Euch vor denen, die Euch den Informationszugang verweigern, denn in ihren Herzen träumen sie davon, Euch zu beherrschen."

Montag, 20. April 2009

Verborgene Weisheiten

Ich bin heute zufällig über den Wikipedia Artikel "Molotowcocktail" gestolpert und als ich mir die hitzige Diskussion über die deutsche Rechtslage zu Bombenbauanleitungen durchlas, wurde mir klar, dass es in der Wikipedia noch weitaus mehr Informationen gibt, als man als Deutscher eigentlich sehen soll. Streitpunkt ist in diesem Fall das deutsche Waffenrecht.

Mal abgesehen davon, dass hier ganz klar ersichtlich (zu Unrecht!) deutsche Gesetze auf Österreicher und Schweizer Bürger angewendet werden (obwohl übrigens sogar im Duden die Bestandteile erklärt werden) wird hier das deutsche Volk mal wieder bevormundet (oder bevormundet sich selbst). Zumindest in seiner eigenen Sprache, denn in manch anderer Sprachversion des Artikels wird daraus überhaupt kein Hehl gemacht.

Die Französische z.B., ist ja schon recht aufschlussreich, aber die russische Variante kann ich nur empfehlen. Oh Gott, mache ich mich jetzt Strafbar wenn ich sie verlinke? Ja! Denn ich bin für meine Links verantwortlich. Das gilt übrigens auch für die Wikipedia selbst - leider haben die Admins gegen die vielen Bots überhaupt keine Chance (irgendwann hat man es scheinbar sein lassen; ist über-indizierte-Literatur-sprechen eigentlich auch Strafbar?). Also:

1) Auf die russische Version des Wikipedia Artikels gehen.
2) Link kopieren
3) Link einfügen bei translate.google.com
4) All die grausamen Details erfahren

Bei deutschen Gesetzen bekomme ich jedes Mal einen Würgekrampf. Was soll der Scheiß? Das ist Wissen. Warum sollte man das verbieten? Vielleicht brauchen wir das ja noch mal irgendwann. Und wenn schon, liebe Politiker, dann am besten gleich richtig. Also bitte auch den Artikel über Schwarzpulver löschen und Chemieunterricht verbieten. Affen! Na egal; diese senilen, weltfremden Schauspieler werden letztendlich eh keine Chance haben. In nicht allzu langer Zeit werden wir ganze Exabyte auf die Größe eines Fingernagels packen können und dann ist es eh bald endgültig vorbei mit der Zensur.

Hier mal ein paar Beispiele von brutalem Vandalismus, mit dem die Aufpasser tagtäglich zu kämpfen haben:

- Verrückt, was die Leute mit Wunderkerzen so alles anstellen...
- Öl als Bindemittel eingesetzt?? Wie fies!
- Huiuiui... na zum Glück wurde dieser Artikel rechtzeitig entschärft!

Einfach mal die Früheren Versionen durchstöbern. Manche hatten zwar gefordert auch diese zu verbren... ähhm zu löschen, allerdings wurde dies leider versäumt (- und wenn schon, es kommen permanent neue, unerwünschte Einträge hinzu).

Ach ja, und nicht vergessen: Wenn man irgendwann mal in die dumme Situation kommen sollte, mit so einer verbotenen Waffe einem feindlichen Panzer zu begegnen, dann immer schön auf die Lufteinzugsschächte des Motors werfen, denn davon explodiert der Tank. Hab' ich auf Wikipedia gelesen...